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Datenschutz – immer im Fokus

Innerhalb der letzten Jahre hat sich im Umfeld des Datenschutzes eine Menge getan. Bei Unternehmen hat das Thema viel Aufmerksamkeit erlangt, insbesondere durch Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Mai 2018. Aber auch in der breiten Bevölkerung hat sich die Wahrnehmung verändert – die Menschen sind sensibler geworden. Doch wie geht es in diesem Jahr weiter? In diesem Beitrag möchten wir einen Ausblick wagen.

Zunehmende Kontrollen durch Aufsichtsbehörden

Bereits im vergangenen Jahr wurde deutlich, dass die Schonfrist für Unternehmen abgelaufen ist. Bei Verstößen drohen empfindliche Geldstrafen bis hin zu strafrechtlichen Konsequenzen. Die Aufsichtsbehörden der Länder haben ihre Kontrollen aufgenommen und in diesem Rahmen auch gleich die ersten Rekordbußgelder verhängt. Unternehmen können sich Datenschutzverstöße nicht mehr leisten. Es ist demnach entscheidend, ein sinnvolles und wirksames Datenschutzkonzept entwickelt und umgesetzt zu haben. Weiterhin ist damit zu rechnen, dass die Kontrollen in diesem Jahr intensiviert werden.

Die Zeit der Zurückhaltung ist vorbei

Nach Inkrafttreten der DSGVO wurde schnell deutlich, dass sich Unternehmen mit der Umsetzung der neuen Datenschutzregeln schwerer tun, als ursprünglich vermutet. Die deutschen Aufsichtsbehörden hielten sich daher zurück. Ihre Devise lautete, in erster Linie zu informieren und mit Rat zur Seite zu stehen. Doch Mitte des vergangenen Jahres wurde eine Trendwende erkennbar. Kein Wunder, schließlich liegt das Inkrafttreten der DSGVO nun über zwei Jahre zurück. Damit hatten Unternehmen genug Zeit, sich mit der Materie vertraut zu machen und ihren Datenschutz anzupassen.

Höhere Bußgelder und konsequentere Durchsetzung

Im Jahr 2019 wurden beispielhaft zwei Fälle aus Deutschland bekannt. Zunächst der einer Immobiliengesellschaft, die personenbezogene Daten nicht löschte, obwohl kein Grund zur weiteren Aufbewahrung bestand. Das Bußgeld wurde auf 14,5 Mio. Euro festgesetzt. Etwas später geriet ein Telekommunikationsanbieter in den Fokus der Datenschützer. Weil umfassende Kundendaten zu leicht telefonisch erfragt werden konnten, setzte die zuständige Aufsichtsbehörde trotz kooperativem Verhalten ein Bußgeld in Höhe von 9,5 Mio. Euro fest. Damit senden die Datenschützer der Bundesländer ein klares Signal: Die Zeit der Zurückhaltung ist vorbei. Es wird stärker kontrolliert, ob Unternehmen die DSGVO einhalten – und bei Verstößen drohen stattliche Bußgelder. Von weiteren Bußgeldern in Rekordhöhe, auch in diesem Jahr, kann ausgegangen werden.

Ganzheitlicher Datenschutz ist gefragt

Es mag Unternehmen geben, die in Sachen Datenschutz wenig oder bewusst gar nichts unternommen haben. Die meisten Entscheider sind sich der Risiken jedoch bewusst und haben Maßnahmen ergriffen. So wurden beispielsweise Zulässigkeiten einzelner Vorgänge überprüft und Verzeichnisse von Verarbeitungstätigkeiten erstellt. Dennoch bedeutet dies keine automatische Sicherheit. Sollten Lücken im Datenschutzkonzept bestehen, kann dies Folgen haben. Besonders auffällig sind Datenschutzverstöße, die mit IT-Themen in Verbindung stehen. Fakt ist, wir leben in einer stark digitalisierten Welt. Leichter denn je können personenbezogene Daten erfasst und transferiert werden. Mit der Technik, die hierbei zum Einsatz kommt, sind aber längst nicht alle Verantwortlichen vertraut. Fehler in der Konfiguration oder eine unzureichende Systempflege können dazu führen, dass Daten mit Personenbezug in die Hände Unberechtigter fallen.

Fazit

Aufgrund der gegenwärtigen Rahmenbedingungen sollten Unternehmen keine Risiken eingehen. Gefragt ist ein ganzheitlicher und zugleich dauerhaft präsenter Datenschutz. Datenschutzkonzepte dürfen keine Lücken aufweisen und die eingesetzten IT-Lösungen erfordern eine angemessene Beobachtung. Nur so ist es möglich, die Risiken im Datenschutz und die damit in Verbindung stehenden Bußgelder zu vermeiden oder auf ein Minimum zu reduzieren.

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DELTA BARTH kann Sie umfassend beraten.

Ronny Speri
Datenschutzauditor

  • www.dsgvo-datenschutzaudit.de
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  • 03722 / 717 00

 

Bildquellen:

Beitragsbild: Pixabay | Bearbeitung: DELTA BARTH Systemhaus GmbH

 

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